Wohnquartier EliQ
Neuordnung und -gestaltung der Außenanlagen des Wohnquartiers an der Elisabeth-Selbert-Straße in Mülheim a. d. Ruhr.
Das bestehende Wohnquartier ist durch seine Durchgrünung, die markanten topografischen Gegebenheiten und die übergeordnete Lage in der Terrassenlandschaft des Ruhrtals gekennzeichnet. Diese Landschaft ist durch die im Untergrund lagernden Lössablagerungen geprägt, die dem Gebiet seinen besonderen geologischen Charakter verleihen. Im Zuge der architektonischen Neugestaltung des Quartiers erfolgte ebenfalls eine Neukonzipierung der Freianlagen. Dabei entstanden unterschiedliche Aufenthalts- und Spielflächen, biodiversitätsfördernde Vegetationsflächen sowie ein neu strukturiertes Wegenetz, das die Erschließung des Areals verbessert. Der gewachsene Baumbestand wurde sensibel in die Planung integriert und bleibt weitgehend erhalten.
Die freiraumplanerische Leitidee sieht eine natürliche Einbindung in die Landschaft vor. Topografie, Lage und geologische Besonderheiten des Areals wurden als gestalterisches Fundament aufgegriffen und in den Außenanlagen sichtbar gemacht. Der charakteristische Löss findet sich beispielsweise in Form von seiner typischen Farbigkeit und Struktur in den Mauerelementen wieder, die zur Überwindung von Höhenunterschieden eingesetzt werden. Ergänzend dazu greift das Bepflanzungskonzept die natürliche Vegetation der Ruhr-Terrassen auf und setzt auf eine Auswahl heimischer, pflegeleichter Arten.
Die Höhenstaffelung des Geländes wurde mit Terrassen, Stufen, Mauern und Rampen spielerisch interpretiert. So sind vielfältige Räume für Spiel, Begegnung und Erholung entstanden, die sich an die Bedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen richten. Durch die Verbindung landschaftsbezogener Gestaltungselemente mit einer durchdachten funktionalen Erschließung wurde ein attraktiver Freiraum geschaffen, der die Lebensqualität im Quartier erhöht und dessen Charakter als lebendigen Wohnort nachhaltig prägt.
