Blaugrüner Ring

BlauBlau

Freiraumplanerischer, städtebaulicher und künstlerischer Wettbewerb zur Umgestaltung eines 125 Hektar großen Gebiets in Düsseldorf.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf besitzt zahlreiche und vielfältige Kunst- und Kultureinrichtungen sowie eine große Kunst- und Kulturtradition. Diese Einrichtungen sind im Stadtbild als Solitäre verankert und fügen sich trotz räumlicher Nähe aktuell nicht zu einem ganzheitlich erlebbaren Gesamtbild zusammen. Die Verbindung dieser lose nebeneinanderstehenden Kunst- und Kulturorte sowie die Aktivierung der Zeugnisse der Garten- und Stadtkultur zu einer mit dem Stadtraum verwobenen Kunst- und Kulturlandschaft waren das Ziel des Wettbewerbs.

Das Konzept „BlauBlau“ geht von einem radikalen Wandel der Städte unter den Anforderungen des Klimawandels und den veränderten Lebens- und Verkehrsformen in den kommenden Jahrzehnten aus. BlauBlau basiert auf dem Grundgedanken über vorhandene Wasserflächen den Innenstadtbereich neu zu verbinden, zu erschließen und schärft das kollektive Bewusstsein für das der Stadt ihren Namen gebende Element.

Um die Verbindung der Wasserflächen in einem zusammenhängenden Freiraumsystem zu ermöglichen ist die Vision Mobilität 2050 notwendig. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Verkehr in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. „Teilen statt Besitzen, und dabei maximal mobil sein“ lautet das Motto der Zukunft. Der motorisierte Individualverkehr wird teilweise aus dem Planungsgebiet verbannt.

Durch die Reduzierung des Individualverkehrs wachsen die bestehenden historischen Freiraumstrukturen zusammen. Es entstehen neue Promenaden, Plätze, Grünanlagen und Wasserflächen. Die einst durch den Verkehr getrennten Düsseldorfer Kulturinstitutionen werden durch diese Maßnahmen miteinander verbunden und erlebbar.

Blaugrüner Ring Visualisierungen 2. Phase
Blaugrüner Ring Visualisierungen 2. Phase
Blaugrüner Ring Lageplan


Blaugrüner Ring
Ort Düsseldorf
Auftraggeber: Stadt Düsseldorf
Fläche: 125 ha
Leistungen: Wettbewerb 2. Phase
Planung: 2018–2019
Projektpartner: NEW Architekten
Christian Odzuck
Sweco GmbH
BPI Kassel
Perspektiven: Petko Stoevski
NEW Architekten

Die Mitte des Düsseldorfer Brückendreiklangs wird zum Symbol des neuen Kulturrings. Sie erfährt den umfassendsten Wandel unter den geplanten städtebaulichen Maßnahmen und wird auf Grundlage des Verkehrskonzeptes stufenweise vom Auto- und Bahnverkehr befreit. Das alte Gleisbett wird zur BlauBlauen Quelle und speist sich über den mittleren Brückenpylon. Richtung Hofgarten laufend mündet es als Wasserfall im neu geschaffenen Basin zwischen Kunstakademie und Tonhalle.

Mit viel Nachdruck und mutigen Interventionen strukturiert das Konzept BlauBlau das Wettbewerbsgebiet umfassend neu und ermöglicht damit den Düsseldorfern, wie auch den Besuchern eine „Blaue“ Mental Map zu erstellen, welche nicht nur die Kultureinrichtungen miteinander verknüpft, sondern auch eine außergewöhnliche Lebensqualität im „Neuen Venedig“ erschafft, welche freiraumgestalterische, infrastrukturelle und auch klimatische Aspekte berücksichtigt.

Blaugrüner Ring Visualisierungen 2. Phase
Blaugrüner Ring Visualisierung 2. Phase
Blaugrüner Ring Visualisierungen 1 Phase
Blaugrüner Ring Visualisierung 1. Phase
Blaugrüner Ring Modell 1. Phase
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